Wollunterwäsche: Warum sie funktioniert (und wirklich nicht kratzt)

Wollunterwäsche?!

Warum eigentlich? 

Nun, warum eigentlich nicht? Jeder hat mit horrenden Gasrechnungen zu kämpfen, und das Tragen einer Wollunterwäsche ist der einfachste Weg, um Ihre Heizung um ein paar Grad herunterzudrehen, ohne auf Wärme verzichten zu müssen. 

Klingt doch gut, oder? 

Aber wie ist das eigentlich mit Wollunterwäsche? Und kratzt die nicht furchtbar?

Wenn Sie zum ersten Mal an Wollunterwäsche denken, sind das oft die ersten Fragen, die Ihnen in den Sinn kommen. Es ist auch nicht umsonst eine der häufigsten Fragen. Und es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass Menschen fast traumatisiert zu uns kommen. Wollunterwäsche; allein der Gedanke! Und warum sind wir dann trotzdem so begeistert, eigensinnig und hartnäckig? 

Haben Sie einen Moment Zeit?

Wenn Ihnen kalt ist, welchen Tipp bekommen Sie dann oft? Genau: Schichten, Schichten, Schichten. Und das nicht umsonst. Schichten zwischen Ihrer Kleidung sind wie eine isolierende Schicht um Ihren Körper. Wärme wird gespeichert, und wenn Sie Glück haben, tragen Sie Kleidung aus Naturfasern und sie ist auch noch einigermaßen atmungsaktiv. Problem gelöst, oder? 

Ja, das könnte man tatsächlich meinen. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass man oft mehrere Schichten anziehen muss, um diesen Effekt zu erzielen und zu erhalten. Wenn man draußen ist, ist das oft kein Problem. Aber WAS, wenn man irgendwo hineingeht, wo es warm ist? Richtig, dann ist einem wieder viel zu warm. Alles muss wieder ausgezogen werden, und meistens hat man inzwischen nasse Achseln bekommen. Baumwolle wird nass, und man kühlt dann rasend schnell wieder ab. Ein ziemlicher Aufwand, sich ein bisschen warm halten zu wollen.

Es kann viel einfacher sein. 

Wolle ist eine Hohlfaser, die die Wärme des eigenen Körpers aufnimmt und isoliert. Sie ahnen es wahrscheinlich schon... Indem man Schichten anzieht, imitiert man eigentlich die Wolle! Und das stimmt, wie die Faust aufs Auge. Außerdem hat Wolle Schuppen. Diese öffnen sich bei (zu) viel Wärme und schließen sich bei Kälte. Würde man Wolle tragen, müsste man sich also nicht ständig an- und ausziehen. Die Wolle übernimmt diese Arbeit eigentlich für Sie. Sie brauchen daher viel weniger Schichten, schwitzen kaum und da Wolle bis zu 30% Ihrer Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne sich kalt anzufühlen, bleiben Sie unter allen Umständen angenehm warm.

Nicht ZU warm und auch nicht ZU kalt. Das ist genau der Grund, warum wir finden, dass es keine Woll-Saison gibt, sondern dass IMMER Woll-Saison ist. 

Schöne Geschichte, kurz und bündig, aber Wolle KRATZT!

Das stimmt, wenn Sie Wollkleidung aus rauerer Wolle haben (wie die, aus der früher Brusttücher und Strumpfhosen gemacht wurden), dann kratzt das. Ein anderer Grund, warum Sie denken, dass Wolle Sie kratzt, ist, dass Wolle eigentlich immer mit einer Kunstfaser gemischt wird. Haben Sie schon einmal ein synthetisches Hemd ausgezogen? Und erinnern Sie sich noch, was passiert ist? Wahrscheinlich hat es ziemlich geknistert. Synthetische Fasern sorgen dafür, dass Sie elektrisch geladen werden. Sie stehen den ganzen Tag buchstäblich unter Spannung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sie, wenn Sie oft synthetische Kleidung tragen, abends schneller müde sind oder sich buchstäblich "aufgeregt" fühlen. Sie stehen schließlich unter Spannung. Stellen Sie sich nun vor, dass Sie den ganzen Tag mit einem synthetischen Faden innig verbunden sind. Aber dann wirklich den ganzen Weg... Das will man doch gar nicht denken? 

Eine geschmolzene Plastiktüte.... 

Nein, und die 20% Wolle, die oft in einem sogenannten "Wollpullover" enthalten sind (was in Wirklichkeit Acryl oder etwas anderes Übles ist: wir nennen das hier sehr respektlos "geschmolzene Plastiktüten"), ist damit auch nicht glücklich. Die steht auch den ganzen Tag unter dieser Spannung und lässt das auch merken. Ihre Fasern stehen (genau wie Ihre statischen Haare) kerzengerade nach oben. Und das spürt man. Die arme Wolle bekommt die Schuld, was ihr synthetischer Freund verursacht. Das finden wir nicht fair. 

Sie sollten zum Spaß mal einen reinen Wollpullover aus unserem Laden anfassen....

Letzte Woche war eine Dame im Laden, die es eigentlich nicht glauben konnte. Sie ist nicht die Einzige, und wahrscheinlich werden sich viele von Ihnen in ihr wiedererkennen. Etwas skeptisch zog sie (um mir eine Freude zu machen) ein Wollhemd und einen Wollpullover an. Und wissen Sie, ich ärgere mich schwarz, dass ich diesen Moment nicht auf Video festgehalten habe.... Sie wusste eigentlich nicht, was ihr widerfuhr. Sie sagte immer wieder: "Ja, aber ich spüre wirklich nichts... Wie kann das sein?" Diese Wolle war rein und super weich. Nicht zu vergleichen mit den Wollpullovern von früher. Schon gar nicht, wenn sie auch noch mit 30% Seide gemischt ist... 

Natürlich kann Wolle am Anfang ein bisschen kratzig anfühlen.

Und manche Menschen sind nun einmal empfindlicher als andere. Was hilft, ist, das Hemd oder den Pullover eine Weile anzulassen. So kann die Wolle Ihre Temperatur annehmen und die Faser entspannt sich. 

Ich fordere Sie heraus! Probieren Sie es mal aus! 

basislaag duurzaamheid duurzame kleding energiebesparing geen synthetisch Natur-el natuurlijke materialen ondergoed tips pure wol slow fashion thermoregulatie warm blijven wol prikt niet wol zijde wollen ondergoed

Hinterlassen Sie einen Kommentar